Konzeption und Analyse neuer Maßnahmen in der Fort- und Weiterbildung von Informatiklehrkräften

Aus Informatikdidaktik
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[Bearbeiten] Referenz

Spohrer, Matthias: Konzeption und Analyse neuer Maßnahmen in der Fort- und Weiterbildung von Informatiklehrkräften, Dissertation, Technische Universität München, 2009

[Bearbeiten] Online-Quellen

URL: http://www.ddi.edu.tum.de/publikationen/dissertationen-habilitationen/dissertationen/spohrer-m-konzeption-und-analyse-neuer-massnahmen-in-der-fort-und-weiterbildung-von-informatiklehrkraeften-2009/

[Bearbeiten] Kurzfassung

In der aktuell geführten Diskussion zum lebenslangen Lernen wird einerseits die große Bedeutung der Zeit- und Ortsunabhängigkeit berufsbegleitender Weiterbildungsmaßnahmen betont, andererseits ist im Bereich Lernen mit neuen Medien eine Umorientierung von der Fern- zur Präsenzlehre feststellbar, wodurch die gewünschte Flexibilität wieder eingeschränkt wird. Anhand der langjährigen Erfahrungen des Fachgebiets „Didaktik der Informatik“ an der Technischen Universität München in der Lehrerweiterbildung soll untersucht werden, wie weit sich der Präsenzanteil reduzieren lässt, womit die Betreuung durch Tutoren ersetzt werden kann und welche Zielgruppe für ein derartiges Konzept geeignet ist.

Ausgehend von unterschiedlichen Theorien des Lehrens und Lernens, einschließlich dem aktuellen Forschungsstand im Bereich E-Learning und Blended Learning, analysiert diese Arbeit in einem ersten Schritt vergangene Weiterbildungsmaßnahmen zur Nachqualifikation von Informatiklehrkräften, um daraus ein Vorgehen zur Umgestaltung bzw. Konzeption neuer Ansätze ableiten zu können, bei denen Betreuung und Präsenzphasen möglichst gering sind, was in hohem Maße Selbständigkeit und Eigeninitiative der Studierenden erfordert.

In einem zweiten Schritt werden die Entwürfe in einem Pilotprojekt erprobt und evaluiert. Dafür gib es ein geeignetes Forschungsfeld: Seit dem Schuljahr 2003/04 ist Informatik Pflichtfach an bayerischen Gymnasien. Für den Informatikunterricht fehlen jedoch trotz diverser Maßnahmen nach wie vor qualifizierte Lehrkräfte, zudem stehen kaum finanzielle Ressourcen für eine flächendeckende Nachqualifizierungsmaßnahme zur Verfügung. Es müssen daher alternative Lösungen gefunden werden, mit denen möglichst kostenneutral weiteres Lehrpersonal ausgebildet werden kann. Ein Konzept, welches die Forderung nach möglichst großer Flexibilität bei möglichst geringen Kosten weitgehend erfüllt, ist das neu entwickelte und in dieser Arbeit ausführlich vorgestellte und evaluierte Projekt FLIEG.

Anhand zweier exemplarisch ausgewählter Module werden sowohl die strukturellen, organisatorischen als auch die fachlich-inhaltlichen und didaktischen Konzepte analysiert und anhand empirischer Untersuchungen bewertet. Im Gegensatz zu verwandten Arbeiten wird in der vorliegenden Abhandlung ein Gesamtkonzept für eine umfassende Weiterbildungsmaßnahme vorgestellt, welches beabsichtigt, den Aufwand und damit die Kosten für den Lehrenden auf ein Minimum zu reduzieren, wobei stark auf die Eigeninitiative der Lernenden gesetzt wird. Gerade im Bereich der Fortbildung von Lehrkräften verlässt der Autor die bislang übliche Struktur der „passiven Teilnahme ohne Lernzielkontrolle“ und betritt damit ein neues Forschungsfeld.

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